Die ersten Entwicklungen im Bereich der mobilen Telekommunikation geschahen im Jahr 1926. Der Grund für die damalige Erfindung eines solchen Gerätes war die Deutsche Reichsbahn sowie die Reichspost, welche den Service auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin einsetzen. Die Reisenden der ersten Klasse hatten die Möglichkeit, unterwegs mit Personen zu kommunizieren, die in weiter Ferne sind.
Die erste Beschreibung und Definition eines Mobiltelefons wurde 1932 in einem Kinderbuch vom berühmten Autor Erich Kästner niedergeschrieben. Dort ist von einem Mann die Rede, der seinen Telefonhörer aus der Tasche seines Mantels zog und eine beliebige Nummer hineinsprach. Anschließend rief er seine Frau an und als das Gespräch beendet war, verstaute er den Hörer wieder in seiner Manteltasche.
Ende der fünfziger Jahre wurden in ganz Deutschland die ersten Autotelefone produziert und vertrieben, welche aufgrund von Vakuumröhren enorm groß waren. Da die Gespräche per Hand vermittelt wurden, lag der Preis für ein solches Gerät bei etwa 50% des Wagenpreises.
In Österreich wurde in den Siebzigern das so genannte “B-Netz” veröffentlicht, welches einen Anruf automatisch vermitteln und weiterleiten konnte. Mit 1000 Teilnehmern war es jedoch sieben Jahre später nicht sehr beliebt. Um eine bestimmte Person anrufen zu können, musste der genaue Standort bekannt sein und festgelegt werden.
Das analoge C-Netz wurde 1985 in Österreich und Deutschland vermarktet. Da es eine geringere Sendeleistung ermöglichte, konnten die Geräte verkleinert werden. Dies war die Geburtsstunde der so genannten “Portables”. Sie waren gestaltet wie kleine Kästen mit Griff und einem angeschlossenen Hörer für das Telefon. Darüber hinaus verfügten Sie über eine Antenne. Das erste kommerzielle Mobiltelefon wurde vom Hersteller Motorola produziert und vermarktet, es nannte sich “Dynatac 8000x”.
Dank neuer und digitaler Mobilfunknetze, welche Anfang der 90er Jahre eingeführt wurden, könnte die Leistung der benötigten Batterien verringert werden und somit wurden auch die Handys kleiner und handlicher.
In der heutigen Zeit sind sowohl Größe als auch Gewicht auf ein Minimum reduziert worden. Die Mobilfunktelefone der heutigen Zeit legen viel Wert auf Hightech sowie hochwertige und neuartige Technologien. Zu den Grundbestandteilen eines Handys gehören in der heutigen Zeit natürlich Funktionen wie Uhr, Kamera und Taschenrechner. Doch auch Navigationsgeräte, MP3-Funktionen und Spielkonsolen im Handy erfreuen sich an großem Ansehen.
Da diese Geräte die Bezeichnung “Handy” oder “Mobiltelefon” klar übersteigen, wurde für sie ein neuer Name ausgearbeitet. Diese Alleskönner tragen den Namen “Smartphone” oder “PDA-Phone”.
Was uns in der Zukunft aus der Mobilfunkindustrie erwartet, bleibt ein Geheimnis. Eines ist jedoch klar, Neuheiten und überraschende Funktionen werden weiter entwickelt.
