Trotz zahlreicher Social Networks bleiben SMS die Nummer eins der Kommunikationsmittel unter Jugendlichen Dass das Schreiben von Kurznachrichten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr beliebt ist, ist natürlich keine Neuheit. Was jedoch im Hinblick auf die SMS aufmerksam erregt, ist die Tatsache, dass das Schreiben von SMS bei Jugendlichen die absolute und einsame Spitze der Kommunikationsmittel darstellt. Zu Beginn der Blütezeit des Mobiltelefons waren die Kurznachrichten weniger wichtig als beispielsweise das Telefonieren. Die Bedeutung sowie die Beliebtheit der SMS stiegen in der Vergangenheit so enorm an, sodass unzählige Social Networks sowie mobile Telefonate und auch persönliche “Face to Face” Gespräche blass daneben aussehen.

Man hätte eigentlich denken können, dass aufgrund der enormen Beliebtheit von sozialen Netzwerken wie SchülerVZ, Facebook und Twitter die Verwendung von SMS drastisch zurückgegangen ist – doch ganz im Gegenteil, die Kurznachrichten sind beliebter als je zuvor. In Amerika ist es keine Rarität mehr, dass Jugendliche mehr als 100 SMS pro Tag versenden, was nicht zuletzt an neuartigen Flatrates und kundenfreundlichen Tarifen liegt. In den USA besitzen mehr als 75% aller Teenager zwischen 12 und 17 ein eigenes Handy. Viele verfügen sogar über mehr als ein Mobilfunkgerät. Besonders interessant ist ebenfalls das SMS-Verhalten zwischen den Geschlechtern. Während Jungen durchschnittlich lediglich 30 Kurznachrichten am Tag verschicken, können es bei gleichaltrigen Mädchen bis zu 80 SMS sein. Auch die Zahl der Personen, die generell SMS versenden, hat sich im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt.

Für diese extreme Beliebtheit der Kurznachrichten gibt es natürlich unterschiedliche Faktoren. Sehr wichtig in diesem Fall ist mit Sicherheit, dass das Schreiben von SMS vollkommen unbemerkt und geräuschlos geschehen kann. Aus diesem Grund sind SMS speziell in der Schule sehr beliebt. Interessant ist ebenfalls, das zwar 55% der Jugendlichen mindestens eine SMS am Tag versenden, jedoch nicht einmal halb so viele Personen, nämlich 17%, täglich mindestens ein Telefonat führen oder Instant Messaging in Anspruch nehmen.