Beim Telefonieren mit einem Mobiltelefon wird stets nach einem so genannten Minutentarif abgerechnet. Hierbei ist es egal, ob es sich um ein Vertrags- oder um ein Prepaid-Handy handelt, stets wird ein Minutentarif zur Protokollierung der Gesprächszeiten verwendet. Diese Protokollierung dient als Basis für die Abrechnung des Handyverbrauchs, sodass der Minutentarif letztendlich die Kostenhöhe einer Handyrechnung bestimmt.

Wie bereits erwähnt, funktioniert somit jedes Handy mit einem Minutentarif, jedoch bietet der Mobilfunkmarkt verschiedene und unterschiedliche Konditionen an. Der Minutentarif kann innerhalb einer festgelegten Flatrate integriert sein, sodass die errechnete Gesprächszeit lediglich zur Protokollierung und nicht zur Rechungserstellung dient. In diesem Fall zahlt der Handynutzer für einen Abrechnungszeitraum einen festgeschriebenen Flatratebetrag, unabhängig von seinem Verbrauch und der, mit Hilfe des Minutentarifs ermittelten, Gesprächszeit.

Bei herkömmlichen Verträgen oder einer Prepaid-Karten-Nutzung dient der Minutentarif jedoch seinem erdachten Zweck. Der Minutentarif wird im Vertrag oder in der Prepaid-Karte festgeschrieben und ist somit vertrags- und netzabhängig. Die Abrechnung des Minutentarifs kann entweder exakt oder einheitsbasiert erfolgen. Das exakte Verfahren protokolliert die einzelnen Sekunden und kumuliert eine Minute erst, wenn 60 Sekunden erreicht wurden. Das Einheitsverfahren zählt jede angefangene Minute als eine Einheit. Beide Verfahren verfügen über eine Minutenpauschale, welche den Minutentarif ausmacht. Der Rechnungsbetrag ergibt sich somit aus einer Multiplikation von Anzahl der Einheiten mit der im Minutentarif festgelegten Minutenpauschale. Weiterhin können natürlich noch Grundgebühren oder sonstige Aufwendungen anfallen, welche jedoch nicht unmittelbar mit dem Minutentarif in Verbindung stehen.

Der Minutentarif ist netzabhängig, sodass je nach Netzbetreiber der angerufenen Person für den Anrufer unterschiedliche Kosten pro Minute anfallen können. Das Telefonieren in das “heimische” Netz ist für den Vertragsnehmer bzw. den Prepaid-Karten-Nutzer immer das günstigste. Auch die Beanspruchung einer Flatrate in das eigene Netz ist stets die günstigste Wahl. Das Festnetz ist in diesem Zusammenhang relativ neutral und kostet aus allen Netzen in etwa das Gleiche. Die Minutentarife variieren nicht sehr stark, sodass die Mobilfunkbetreiber beim Festnetz keinen großen Gewinn machen.

Bei einem Vertrag können die Minutentarife durch diverse Faktoren reduziert werden, sodass der Vertragsnehmer vom Mobilfunkanbieter begünstigt werden kann. Ein Beispiel hierfür ist eine lange und vertraglich festgeschriebene Vertragslaufzeit, welche den Vertragsnehmer bindet. Bei einem derartigen Vertrag kann der Vertragsnehmer mit günstigen Konditionen rechnen, welche ihm auf Seiten des Mobilfunkanbieters als eine Art “Rabatt” gewährt werden. Im Vergleich zur Prepaid-Karte kann somit einiges eingespart werden. Eine Prepaid-Karte beläuft sich in der Regel auf stagnierende Kosten und dauerhaft festgeschriebene Minutentarife. Prepaid-Karten-Anbieter ändern nur selten ihre Konditionen, sodass die Prepaid-Nutzer dauerhaft mit den bekannten Tarifen kalkulieren können.